Gedichte von Peter Ritter


Ein Hunde-Herz zerbricht

Ein Hunde-Herz zerbricht
die Welt, er versteht sie auf einmal nicht.
Warum ist er auf einmal allein,
er wollte immer bei seinen Menschen sein.
Nun steht er angebunden am Straßenrand,
warum hat man ihn plötzlich verbannt?
Was hatte er nur falsch gemacht,
dass seine Familie ihn hierhergebracht.
In letzter Zeit ging es ihm wirklich nicht gut.
Doch hat er noch jede Menge Lebensmut.
Warum, wieso, was soll er tun?
Er will zurück, doch Zuhause, was ist das nun?
Sein Rudel will ihn scheinbar nicht mehr,
warum geht kein anderer, warum gerade er?
Immer hat er auf sie gut aufgepasst,
es gibt keinen Grund das man ihn hasst.
Doch eigentlich will er, dass auch kein anderer geht,
für ihn war es eine perfekte Welt.
Es ging nicht erst seit ein paar Tagen,
dass ihn diverse Schmerzen plagen.
Er fühlt sich krank, er fühlt sich schlapp,
doch zum Sterben sind die Schmerzen noch zu knapp.
Beim Tierarzt sagte Frauchen oh weh,
Zweitausend Euro, Urlaub ade.
Hätte sie doch die Kinder gefragt,
sie hätten den Hund sicher nicht verjagt.
Für sie war er ein Teil der Familie,
Zeiten für Urlaub gibt es noch viele.
Doch sie hat es für sich entschieden,
am Straßenrand findet er den letzten Frieden.
Eingeschneit in ein Häufchen Schnee,
tut sein Anblick keinem mehr weh.
Er sollte jetzt eigentlich zum Jagen gehen,
sein Magen ist leer, er kann kaum noch stehen.
Doch selbst ohne diesen blöden Strick, hätte er beim Jagen sicher kein Glück.
Er hat keine Kraft mehr, keine Energie,
er würde gern kämpfen, doch weiß er nicht wie.
Kämpfen um sein eigenes Leben,
um anschließend Liebe und Zuneigung zu geben.
Doch die Leine am Hals, verhindert den Kampf,
auf einmal alle Hoffnung verdampft.
Das schlimmste für ihn ist,
dass seine Familie ihn scheinbar nicht vermisst.

Sein Körper hätte sicher noch etwas durchgehalten,
doch die Einsamkeit konnte er nicht ertragen.
Bis hierhin hatte ihn das Leben getragen,
ein Hundeherz hört auf, zu schlagen.
Peter Ritter