Buch schreiben

How to & How not to

Buch schreiben, How to & How not to

Erfahrungen mit meinem ersten Buch:

Ich möchte hier meine Erfahrungen aus meinem ersten Buch schildern und dabei auf die Fehler eingehen, die ich gemacht habe.

Beim Schreiben:

Immer wieder habe ich mich selbst dabei erwischt, wie ich nur die blanke Handlung beschreibe. Das ist auch in Ordnung. Doch man sollte das nicht zu lange machen. So lang man die Handlung noch vor Augen hat, sollte man sie mit Emotionen füllen. Am Ende des Buches angekommen, ist die Idee für den ersten Abschnitt lange her. Vielleicht fällt es einem dann schwerer die eigenen Emotionen für diesen Teil wieder aufleben zu lassen, als direkt nach der Idee. Wobei einem beim mehrmaligen Lesen des eigenen Werkes immer wieder neue Ideen kommen, wo man noch ein paar Gefühle einbauen kann.

Natürlich geht das nicht bei jedem Buch. Doch ich behaupte mal, es geht bei jedem Buch, das von Menschen handelt.

Bei einem Fachbuch wird es sicher mehr als schwierig. Bei einer Parodie darauf (Ich habe allerdings noch nie eine Parodie auf ein Fachbuch gesehen) könnte es jedoch gelingen.

Der Benzinmotor:  Der Motor schnurrt wie ein Kätzchen und die Zündfunken sind heute besonders Entzückend. Auch der Duft der aus dem Auspuff strömt verwöhnt meine Nase heute besonders ….

Kümmert euch während des Schreibens nicht um Rechtschreibung und Grammatik, es bringt einen nur aus dem Fluss.

Wenn euch an einer Stelle die Ideen ausgehen, versucht eine andere Stelle zu finden, an der ihr weiterschreiben könnt und markiert euch alle unfertigen Stellen. Dazu solltet ihr etwas nehmen das ihr leicht suchen könnt. Bindestriche und Unterstriche wandelt Word gern in Linien um, die man über die Formatierung wieder entfernen kann / muss. Deshalb nehme ich ###, dreimal Raute.

Wenn euch die Muse zum schreiben gerade verlassen hat, macht euch Gedanken über das Cover, den Klappentext und die Buchbeschreibung. Vielleicht kommen euch dabei sogar neue Ideen für das Buch.

Veröffentlichung:

Mir ging es so, dass ich, als ich mit dem Schreiben fertig war, dass Buch schnell vermarkten wollte.

Also schnell ein Cover gemalt, einen Klappentext und eine Beschreibung ausgedacht und dann veröffentlicht.

Das war ein Fehler!!!!

Das Cover machte vielleicht neugierig, der Titel klang interessant und der Klappentext beschrieb den Inhalt.

Aber:

Das Cover sah nicht professionell aus.

Der Titel beschrieb nicht, worum es in erster Linie im Buch geht.

Klappentext und Beschreibung beschrieben nur, sie drückten keine Gefühle aus.

Ich habe dann ein neues Cover entworfen, das gefiel mir viel besser. Fälschlicher Weise habe ich es schon nach ein paar Tagen ausgetauscht. Denn schon wenig später wurde mir klar, dass es noch nicht perfekt ist. Das nächste Mal habe ich lange gewartet. Als es mir nach ca. acht Wochen immer noch perfekt vorkam, habe ich eine Neuauflage mit neuem Cover und neuen Titel gestartet.

Das Klappentext und Beschreibung nicht optimal waren, viel mir erst etwas später auf, als ich mich mit Beschreibungen und Klappentexten der Bestseller auseinandersetzte.

Diesmal wurden nur das Backcover und die Beschreibung geändert.

Insgesamt war das alles andere als ein gelungener Start.

Ich habe daraus gelernt und für mein nächstes Buch (ich habe erst ca. 18000 Wörter geschrieben) schon ein Cover erstellt. So habe ich genügend Zeit, um mir klar zu werden ob es das Richtige ist.

Auch über den Titel habe ich mir Gedanken gemacht und werde das Buch diesmal sicher nicht unter dem Arbeits-Titel veröffentlichen.

Fazit: Lasst euch Zeit, achtet auf eure eigenen Gefühle, wenn ihr euer Buch lest und lasst diese in den Text einfließen. Erstellt euer Cover am Anfang oder in der Mitte des Buches, so habt ihr Monate Zeit um eine bessere Alternative zu finden. Genauso solltet ihr es mit Klappentext und Beschreibung halten.

Falls ihr mal nicht mehr weiterkommt, gebt euer Manuskript Bekannten und Verwandten zum Lesen. Sie werden euch mit neuen Ideen inspirieren.

Vermarktung:

Kostenlose Werbung:

Auf einigen Seiten im Internet, könnt ihr euer Buch kostenlos einstellen.

Lovelybooks:

Beispiel: https://www.lovelybooks.de/autor/Peter-Ritter/Die-letzten-Kinder-Kampf-gegen-das-Ende-6490997259-w/

Büchertreff:

Beispiel: https://www.buechertreff.de/buecher/peter-ritter-zittau/

Und einige andere.

Dort könnt ihr Leserunden machen, eure Bücher verlosen …

Selbst wenn ihr durch diese Seiten keine Verkäufe erzielt, könnt ihr dennoch das Wichtigste bekommen. Feedback. Wenn ihr eine Leseprobe anbietet, könnt ihr erfahren, wo eure Stärken und Schwächen beim Schreiben liegen.

Emails an Radio-Sender und Zeitungen, in denen ich ein Interview angeboten habe, waren bis jetzt nicht erfolgreich. Ich versuche es trotzdem weiter.

Auf einer Bücher-Webseite könnte ich allerdings ein Interview veröffentlichen, zum Sonderpreis von 378 Euro, für Selfpublisher.  Bei einem Verdienst von 86Cent pro verkauftes Taschenbuch, muss ich mir das noch überlegen.

Bei Open-PR kann man, so man eine Firma (Kleinunternehmen geht auch) eine Pressestelle einrichten und pro Kalenderjahr zwei kostenlose Pressemitteilungen veröffentlichen (hohe Reichweite).

Bei Fair-News kann man beliebig viele Pressemitteilungen veröffentlichen, ihr solltet jedoch nicht übertreiben, sonst wird es als Spam empfunden. Ich denke alle drei Monate kann man schon auf sein Werk hinweisen. Was man unterlassen sollte? Mehrmals die gleiche Pressemitteilung zu veröffentlichen. Das wird von Google als Duplikat Content eingestuft und tut de Ranking nicht gut.

Also seid kreativ und lasst euch für jede Pressemitteilung etwas Neues einfallen.

Bezahlte Werbung:

Meine Erfahrungen:

Werbung auf Google, erfolglos.

Werbung bei Amazon, erfolglos.

Werbung auf Facebook, einige Verkäufe (vielleicht auch nur wegen schlechtem Wetter), Kosten übersteigen Einnahmen. Zum Bekanntmachen vermutlich brauchbar.

Verlag oder Selbst-Verlag?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Bei einem Verlag unter Vertrag genommen zu werden ist schwer und der Gewinn ist gering. Die Werbung des Verlages für dein Buch ist laut meiner Recherchen (eigene Erfahrung habe ich damit nicht) mäßig. Du musst also selbst noch einiges tun.

Selfpublisher Verlag ( Bod, Tredition, Epubli…)

Nachteile:

Sehr geringe Tantiemen, kaum sichtbare Werbung.

Du musst dich fast komplett selbst um das Marketing kümmern.

Vorteile: Du musst dich nicht um Versandt und Druck kümmern, dein Buch ist in verschiedenen Web-Shops und je nach Anbieter auch im Buchhandel erhältlich.

Kompletter Selbstverlag:

Du beauftragst eine Druckerei, bleibst aber wenn du nichts verkaufst auf den Kosten sitzen.

Nachteile:

Du musst jedes Buch selbst verschicken.

Du musst dich komplett um das Marketing kümmern.

Du musst die Kosten für den Druck vorschießen.

Du brauchst eine eigene Website mit entsprechendem Backend-System für den Verkauf oder du verkaufst nur bei Veranstaltungen.

Kein Zugang zum Buchhandel, es sei denn du kannst einzelne Buchhändler überzeugen, dein Buch in Kommission zu nehmen.

 

Vorteile: Der Verdienst pro verkauftes Buch ist wesentlich höher wie bei jedem Verlag.

                Die Kosten für Werbung sind annähernd gleich zum Vertrieb über einen Verlag.