Peter Ritter

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Schweiztour


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Ein Reisebericht von Svetlana B. und Peter Ritter


Am 10.08.2013 brachen wir mit dem Wohnmobil auf um endlich die schon lang geplante Tour über ein paar Schweizer Pässe zu fahren.

Das Ziel war Zermatt, hier wollten wir zusammen mit Bekannten die wir dort treffen auf den Gornergrat und das Matterhorn bestaunen.

Mein Freund Petrus bescherte uns eitel Sonnenschein …. Bilderbuchwetter.

Über einen kleinen Umweg zum

Vierwaldstädtersee



Gelangten wir zum

Klausenpass

1948 m.


Nach einer kurzen Rast ging es weiter zum

Oberalppass

2044m, wo wir übernachteten.


Die Nachttemperaturen lagen bei 5 Grad, nach einem gemütlichen Abendessen schaltete ich die Standheizung ein und alles war gut.

Am Tage erreichten die Temperaturen im Tal bis zu 32°C, aber auch in den Bergen war es angenehm solang die Sonne schien.



Am nächsten Morgen begrüßte uns wieder die Sonne und nach einem guten Frühstück ging es weiter zum

Sustenpass

2224m.


Der Oberalbpass ist schön ohne Zweifel aber hier schaute man direkt auf den Gletscher und konnte durch den Schnee stapfen Woooooowww.

Wer irgendwo in der Nähe ist sollte hier unbedingt einmal hinfahren.

Genau hier hat es bei uns begonnen…..die Berge haben uns gefangen und bis jetzt nicht mehr losgelassen.



Über einen kleinen Umweg um den Thuner See und den

Brienzer See




ging es weiter zum

Grimselpass

Ü 2165m.



Innerhalb von 15-30 Minuten wurde aus eitel Sonnenschein Nebel? nein wir waren auf einmal mitten in den Wolken.

Nachdem wir dick eingemummelt unser Abendbrot verspeist hatten wurde wieder einmal die Standheizung eingeschaltet.

Am nächsten Morgen waren wir immer noch von Wolken umhüllt, aber irgendwann hatte Petrus ein einsehen und riss die Wolken auseinander.

Ein Blick über den See direkt auf dem Grimselpass mit Sicht auf die weisen Berge weckte Sehnsucht nach mehr.

Nach einem guten Frühstück bei eisigem Wind brachen wir wieder auf.

Jetzt war eigentlich der der Aletschgletscher geplant, aber da gab es noch einen Pass in der Nähe den ich noch nicht kannte.



Also auf zum

Nufenenpass

2478m.


Am Nufenenpass angekommen bot sich ein Traumhaftes Bild, die Zentralalpen mit Blick bis zum Mount Blank.

Der Griesgletscher war leider nur teilweise zu erkennen die Wolken wollten auch nach langem Warten nicht weichen.

Als Ausgleich wurde sofort Der Schatzsucher in mir geweckt.

Hier oben kann man jede Menge Mineralien und Kristalle finden.



Vom Nufenenpass ging es weiter zum

Furkapass

2429m.

Leider sind die Gletscher hier soweit zurückgegangen das man vom Pass aus kaum noch etwas sieht.

Nach einer kurzen Rast ging es über den Gotthardpass 2106m weiter Richtung Fiesch (Aletschgletscher).



Nachdem sich kein geeigneter Platz für eine Übernachtung fand, bog ich spontan in eine Seitenstraße ab…..und landete

nach zahlreichen Kurven und Höhenmetern in

Bellwald

ca. 1450m.


Bei einer „Inspektion des Örtchens“ fiel uns der Besondere Baustil vieler alter Holzhäuschen auf.

Die Häuschen bestanden aus zwei Teilen.

Ein Teil auf dem Boden, darauf 4 „Stelzen“, auf jeder “Stelze“ eine flache Steinplatte worauf dann der „erste Stock“ ruhte.

Diese Konstruktion sieht recht wackelig aus und trotzt dennoch jedem Wetter.

Auf Nachfrage wurde uns gesagt "Fer das d'Miisch nid anu Spiicher geehnt." (die Mäuse nicht in den Speicher/Vorratskammer kommen).

Das Abendessen genossen wir bei traumhafter Aussicht und einem Phantastischen Sonnenuntergang.

Jetzt waren wir erst Drei Tage unterwegs aber jeder Pass und jeder Tag übertraf den letzten.

Wir hatten schon so viel gesehen und erlebt, kann das noch etwas toppen?

Ja es kann.



Am nächsten Tag fuhren wir nach Fiesch und mit der Gondel an das

Äggishorn / Aletschgletscher.





Zu unseren Füssen lag der Aletschgletscher, der größte Gletscher der Alpen.

Das Wetter war ideal, Sonne und Wolken Mix.

Nicht zu heiß, nicht zu kalt und es entstehen einzigartige Schattenspiele in den Bergen.



Da wir noch einen Tag Zeit bis zu unserer Verabredung in Zermatt hatten, ging e weiter nach Saas Fee.

Nachdem wir den Wohnmobilstellplatz in Saas Fee inspiziert hatten und es dort keine Duschen gab, entschieden wir uns zurück nach Saas Grund zu fahren.

Am Campingplatz waren wir zuerst etwas überrascht über die Preise (36 Franken pro Tag), aber dann haben wir gelesen dass bei der Übernachtung alle Bergbahnen inklusive sind.

Eine Fahrt zum Allalin kostet (hin/zurück 72SF).

Auf Nachfrage wurde mir mittgeteilt das die letzten 500 Höhenmeter mit dem Alpinespres extra gezahlt werden müssen.

Der Campingplatz Michabel ist zwar nicht der billigste aber die Sanitären Anlagen sind Top, das Personal freundlich und entgegenkommend, die Lage ist super.

Ab der ersten Übernachtung gibt es in Saas Fee und Saas Grund den Bürgerpass umsonst.

Mit diesem kann man bis auf besagte Ausnahme alle Bergbahnen und den Postbus kostenlos benutzen.

Der Postbus fährt ca. jede halbe Stunde.

Einmal Saas Fee und sofort verzaubert!

Für nur 4 Euro ging es am nächsten Morgen zum

Allalinhorn

.


Wooww, was für ein Berg.

Man ist in mitten des Gletschers, im August ist hier noch voller Skibetrieb….es ist ein Traum.

Mächtige Schneewächten hängen an den Bergen, Gletscherspalten Zerreisen den Boden, es wirkt bedrohlich und doch so schön.

Man sollte möglichst früh herauffahren nachmittags schmückt sich der Berg gern mit Wolken.

Aber dieses Spiel aus Wolken Licht und Schatten es ist bezaubernd.

Diese Welt der Berge zieht mich in ihren Bann und lässt mich nicht mehr los.

Es ist eine Mischung aus absoluter Schönheit, gigantischer Mächtigkeit, absoluter Ruhe, und gefahrvollem Sturm.

Es ist eine Macht die dir den Atem nimmt und alles alles andere vergessen lässt.

Hier denkst du nicht an Rechnungen, Chef oder irgendwelche Probleme.

Hier wirst du dich fallen lassen und einfach nur die überwältigende Macht und Ruhe der Natur genießen.

Saas Fee und nicht nur das Allalinhorn ist für mich einer der schönsten Orte die ich kenne.

Man kann sogar in den

Gletscher

hineingehen


Am nächsten Tag ging es Richtung Zermatt wo wir uns mit Bekannten trafen.
Das Wohnmobil blieb auf dem Campingplatz in Attermenzen.
Von dort fuhren wir mit dem Taxi nach Zermatt.
Mit der Gornergratbahn ging es auf 3089müM zum

Gornergrat.




Bei traumhaftem Wetter hatten wir gute Sicht zum Matterhorn und zu den umliegenden Bergen sowie auf den Gornergletscher (Drittlängster Gletscher der Alpen).
Von der Ruhe der Berge war hier leider nichts zu spüren.
Die Atmosphäre kam der einer Kantine zur Mittagszeit sehr nahe … Massentourismus, schade.
Nach ein paar Stunden fuhren wir mit der Bahn wieder ins Tal und von dort zum Campingplatz.

Und weil es so schön war …

Saas Fee Allalin die 2

.


Diese Schönheit wollten wir unseren Bekannten nicht vorenthalten.
Am nächsten Morgen brachen wir wieder nach Saas Fee auf um erneut zum Allalinhorn zu fahren.
Und es wurde wieder ein wunderschöner Tag.

Eigentlich wollten wir am Samstag nach Hause fahren, doch Saas Fee lies uns nicht los.
Also ging es von Saas Grund mit der Seilbahn auf den

Hohsaas

3200m.


Von dort oben kann man 18 Viertausender sehen.

Auf einem Rundweg tauchten wir erneut in die Schönheit dieser Berge ein.

Man kann direkt an den Gletschersee und den Gletscher gehen.

Als der Berg begann sich mit Wolken zu umhüllen, fuhren wir ins Tal und zurück zum Campingplatz.

Danach machten wir uns wehmütig auf die Heimreise.



Aber noch gaben uns die Berge nicht frei, ein Abstecher zum

Nufenenpass

2'478m musste noch sein.


Da es schon recht spät war beschlossen wir hier zu Übernachten.

Am nächsten Morgen hatte Petrus ein Einsehen und schob die Wolken beiseite, so dass wir einen wunderbaren Blick auf den Griesgletscher und das Blinnenhorn hatten.

Nach einer kurzen Rast am Oberalbpass  2044m ging es dann endgültig nach Hause.



Ergo

Ein wunderschöner Urlaub, mit allem was das Herz, das Auge und die Seele braucht.

Nachwirkungen

Das Allalinhorn hat es mir angetan… ich will da rauf.
Nach ein paar Erkundigungen war klar:
Ohne Bergführer Steigeisen steigeisenfesten Bergschuhen Gurt und Pickel und a bissle Kondition geht des net.
Das eine kann man teuer kaufen (für einmaligen Gebrauch zu teuer), das andere gibt’s zwar nicht umsonst aber kostenlos.
Also verschoben auf nächstes Jahr.

Am nächsten Wochenende wollten wir mit Freunden einen Ausflug machen (Ziel noch unklar).
Eigentlich hatten wir Kaisers in den Lechtaler Alpen oder das Furkajoch geplant, aber die Wetteraussichten waren schlecht.
Nach kurzer Recherche im Internet fanden wir einen Ort mit sehr guten Wetteraussichten….Saas Fee.
Also ging es am Freitagnachmittag wieder Richtung Schweiz.

Nachdem wir unterwegs von einem Stoßdämpfer die Schraube verloren haben, so dass dieser auf der Straße schliff,
warteten wir relativ lang auf die Pannenhilfe.
Wir mussten in die Werkstatt, der Mechaniker fand nach langem Suchen eine passende Feingewindeschraube, schnitt das Gewinde nach und zog die anderen lockeren Schrauben an(Die Stoßdämpfer wurden zuvor in der Werkstatt gewechselt).

23Uhr30 ging es dann weiter und 3Uhr erreichten wir den Campingplatz.
Pünktlich 8 Uhr waren wir an der Anmeldung und suchten uns einen Stellplatz.

Nach einem guten Frühstück ging es wieder einmal mit dem Postbus nach Saas Fee und von dort mit der Seilbahn zum Allalinhorn.

Nach ein paar Stunden fuhren wir zurück nach Saas Grund und von dort mit der nächsten Seilbahn zum Hohsaas.
Zurück auf dem Campingplatz gab es ein zünftiges Abendbrot und Glühwein(die Temperaturen waren nicht gerade Sommerlich und wir hatten recht wenig geschlafen, da friert man schnell).
Am Sonntag ging es mit zwei kleinen Zwischenstopps am Nufenenpass und am Oberalppass zurück nach Hause.

Fazit:

Es war schön aber schon ein bisschen stressig.

Zwei Tage inklusive Fahrt sind einfach zu kurz.

Ideal wären 5 bis 7 Tage, es gibt ja noch mehrere Bahnen und Berge dort, aber dass testen wir sicher noch aus…...